In der großen Fertigungshalle der Firma Dietz & Pfriem empfängt den Besucher ein Geruch nach Metall und Maschinenöl. Hier entstanden in vielfältigen Arbeitsschritten aus den Rohlingen die fertigen Ventile.
Die wichtigsten Arbeitsmaschinen sind Drehbänke und Schleifmaschinen. Daneben gibt es Maschinen zum fräsen, richten, polieren und läppen.
Blick in die Dreherei.
Während der Zeit der Hochindustrie (1871-1914) wurden auch in Lauf a. d. Pegnitz etliche Firmen neu gegründet oder in neue, moderne Fabrikanlagen verlegt.
So auch die Firma Dietz & Pfriem, die Ventile für Verbrennungsmotoren herstellte und heute Bestandteil des Industriemuseums ist.

Produktkatalog der Firma Dietz & Pfriem.
Drehen
Ein grundlegender Bearbeitungsschritt war das Drehen. Beim Drehen wird die oberste Metallschicht in Form von Spänen abgehoben. Dadurch erhielt der Ventilrohling eine glatte und gleichmäßige Form und Oberfläche.

Kopierdrehbank UMA 17, 1962 in Betrieb genommen.
Von den Drehbänken ging der größte Lärm in der Fertigungshalle aus.
Schleifen
Genauso wichtig war das Schleifen, das ebenfalls ein spanabhebendes Verfahren ist. Dabei wurde die Oberfläche fein bearbeitet und geglättet, bis auf ein Hundertstel Millimeter genau. Je kleiner die Ventile, desto schwieriger waren sie zu schleifen.

Spitzenlose Rundschleifmaschine „Multimat Koebau“ von 1942. Wegen der Wasserkühlung waren die Schleifmaschinen von Dampfschwaden eingehüllt.