Der Flaschner, wie er in Franken heißt, wird andernorts auch Spengler oder Klempner genannt. Er bearbeitet Blech in kaltem Zustand.
Der Flaschner hatte zwei bedeutende Arbeitsgebiete: Das erste war die Herstellung und Montage von Dachrinnen und Dachröhren, das zweite ist heute eher unbekannt, nämlich die Anfertigung von Gefäßen, Küchen- und Haushaltsgeräten. Bis ins 20. Jahrhundert führten viele kleine Flaschnereien neben der Werkstatt einen Laden, in dem sie diese selbst produzierten Artikel sowie auch Handelsware verkauften.

In der im Industriemuseum originalgetreu wieder aufgebauten Werkstatt sind neben Dachrinnenformholz und -lötbaum und zahlreichen, zum Teil selbst gefertigten Werkzeugen auch Produkte einer Flaschnerei ausgestellt.
Arbeiten und Leben städtischer Bevölkerung steht im Industriemuseum Lauf im Mittelpunkt.
Deshalb zeigt diese Abteilung vorwiegend Handwerke und Gewerbe, die ausschließlich in Städten zu finden waren.
Diese Werkstätten datieren aus der Zeit von etwa 1900 bis 1960 und existieren fast alle in dieser Form nicht mehr.