Eisenhammerwerk

Das Hammerwerk Engelhardt gehört zu den letzten in Bayern erhaltenen Hammerwerken. Seine originale Ausstattung stammt aus den Jahren von 1895 bis etwa 1955. Es wurde 1973 stillgelegt und bildete die Keimzelle des Industriemuseums Lauf.

Schmiedevorführung am Fallhammer

Das Hammerwerk mit der gemauerten Kohlenesse (links), dem ölbefeuerten Glühofen (hinten Mitte) und dem kleineren der beiden Fallhämmer (rechts).

Im Erdgeschoss bestimmen zwei Fallhämmer und ein modernerer Lufthammer das Bild. Auf diesen mit Wasserkraft betriebenen Hämmern schmiedeten die Arbeiter landwirtschaftliche Geräte, Werkzeuge, Autoteile wie Achsen und Pleuelstangen sowie Rohlinge für Zahnkränze und Kurbelwellen.

Erhitzt wurde das Material in den Kohlenesse und ab den 1950er Jahren zunehmend in einem ölbefeuerten Glühofen. Im 1. Stock und im Außenbereich ergänzen weitere, vom Wasserrad betriebene Maschinen die Ausstattung.

Frühindustrie

Die frühindustriellen Gewerbe bilden den Übergang zwischen der einfachen Technik des Mittelalters und der fortgeschrittenen Technik der Hochindustrie.

Charakteristisches Merkmal der Frühindustrie im Industriemuseum Lauf sind die mächtigen, unterschlächtigen Wasserräder, welche die Maschinen im Inneren der Gebäude antreiben.

Ein Hammerwerk zeigt die Eisenbearbeitung, eine Getreidemühle die Mehlherstellung und ein E-Werk die Stromerzeugung.

Die Wasserräder am Fluss sind mit Radstuben gegen Vereisung im Winter geschützt.

Lufthammer

Den Lufthammer konnte – im Gegensatz zu den schweren Fallhämmern – ein Mann allein bedienen.