Drogerie

Die Einrichtung der ehemaligen Adler-Drogerie aus Altenburg in Thüringen wurde im Museum neu aufgestellt. Die Drogerie wurde im Jahr 1898 von dem herzoglichen Hoflieferanten Eduard Rücker eröffnet und über drei Generationen bis 1988 geführt.

Die Drogerie sieht zwar ähnlich aus wie eine Apotheke, ist aber als Kind des Industriezeitalters weitaus jünger als diese und zugleich ein rein städtisches Gewerbe; auf dem Dorf konnte man die in der Drogerie angebotenen Artikel nicht kaufen.

Einkaufen in der Drogerie

Interessant ist das breitgefächerte Warenangebot, das sich heute noch an den Schildchen auf den Schubladen ablesen lässt. Hier konnte der Kunde neue Produkte der chemischen Industrie wie Farben, Lacke, Reinigungs- und Waschmittel, aber auch Artikel zur Schönheits-, Körper- und Gesundheitspflege kaufen. Außerdem führte der Drogist Lebensmittel und Kolonialwaren wie Graupen, Reis, Kaffee und Zucker.

Handwerk und Gewerbe

Arbeiten und Leben städtischer Bevölkerung steht im Industriemuseum Lauf im Mittelpunkt.

Deshalb zeigt diese Abteilung vorwiegend Handwerke und Gewerbe, die ausschließlich in Städten zu finden waren.

Diese Werkstätten datieren aus der Zeit von etwa 1900 bis 1960 und existieren fast alle in dieser Form nicht mehr.

Im Museum präsentiert sich die Adler-Drogerie mit einem gemischten Sortiment aus Verkaufsverpackungen von den 1920er bis 1960er Jahren.