Dampfmaschine

Die im Industriemuseum ausgestellte Dampfmaschine arbeitete von 1903 bis 1985 in der Laufer Holzwarenfabrik Christof Döring. Sie hat dort ein Sägegatter, die Maschinen in Dreherei, Fräserei und Schreinerei angetrieben, über zwei Generatoren elektrischen Strom erzeugt und mit dem Abdampf die Gebäude beheizt.

Nach Abbruch der Firma Döring wurde die Maschine 1989 ins Museum umgesetzt und restauriert.

Tandem-Dampfmaschine von 1902

Bei Vorführungen bekommt der Besucher eine Vorstellung von der Kraft, die diese Maschine einst hervorbrachte.

Hochindustrie

Während der Zeit der Hochindustrie (1871-1914) wurden auch in Lauf a. d. Pegnitz etliche Firmen neu gegründet oder in neue, moderne Fabrikanlagen verlegt.

So auch die Holzwarenfirma Döring, deren Dampfmaschine heute im Industriemuseum steht.

„Wat is en Dampfmaschin?“
Eine Dampfmaschine ist eine Kraftmaschine, die Wärmeenergie in mechanische Energie umwandelt. Wasserdampf wird in einem eigenen Dampfkessel erzeugt und in den Zylinder der Maschine geleitet. Hier bewegt er den Kolben hin und her. Die Bewegung des Kolbens wird über Kolbenstange, Kreuzkopf, Pleuelstange und Kurbel auf das Schwungrad übertragen. Das Schwungrad setzt über die Transmissionsanlage die Maschinen der Fabrik in Bewegung.

"Tandem"-Dampfmaschine bedeutet: Zwei liegende Zylinder sind hintereinander angeordnet: ein kleinerer Hochdruck- und ein größerer Niederdruckzylinder. Der Dampf strömt zurerst in den Hochdruck-, dann in den Niederdruckzylinder. Dadurch wird die Dampfenergie besser ausgenutzt als bei nur einem Zylinder.

  • Technische Daten der Dampfmaschine
  • Typ: Heißdampf-Tandemmaschine mit Zweifachexpansion
  • Baujahr: 1902
  • Hersteller: Fa. Rockstroh / Marktredwitz
  • Gesamtlänge: 750 cm
  • Gesamtgewicht: 23.200 kg
  • Schwungrad Durchmesser: 300 cm
  • Nenndrehzahl: 140 U/min.
  • Hochdruckzylinder Durchmesser: 40 cm
  • Niederdruckzylinder Durchmesser: 70 cm
  • Kolbenhub: 60 cm
  • Maximale Leistung: 370 kW (500 PS)