Damen lieben ihn zumeist, Herren ist er eher lästig - der Besuch beim Frisör.
Früher gingen Herren aber noch öfter und nicht nur zum Haareschneiden zum Frisör. Denn bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts rasierte man mit dem offenen Rasiermesser und wegen der dafür nötigen Geschicklichkeit überließen die meisten Männer diese Arbeit dem Barbier. Als jedoch 1901 Gilette den Nassrasierapparat erfand, verloren die Barbiere allmählich ihr Monopol, Mann rasierte sich nun selbst.
Der Frisörsalon im Industriemuseum ist mit Geräten und Möbeln aus den 1950er und 60er Jahren ausgestattet. Damen- und Herrenplatz stammen aus einem Laufer Salon, standen hier aber in getrennten Räumen - wie es damals üblich war.
Utensilien in Wandvitrinen geben interessante Aufschlüsse über die Schönheitsprozeduren vergangener Zeiten und verursachen bei den Museumsbesucherinnen von heute ein leichtes Gruseln…
Arbeiten und Leben städtischer Bevölkerung steht im Industriemuseum Lauf im Mittelpunkt.
Deshalb zeigt diese Abteilung vorwiegend Handwerke und Gewerbe, die ausschließlich in Städten zu finden waren.
Diese Werkstätten datieren aus der Zeit von etwa 1900 bis 1960 und existieren fast alle in dieser Form nicht mehr.
Typisch am Damensalon der 1950er Jahre sind die rosafarbenen Trockenhauben, mit deren Hilfe das auf Wickel gedrehte Haar der modebewussten Dame eine schicke Wasserwelle erhielt.