Auf private oder kommunale Initiative entstanden ab 1885 die ersten Elektrizitätswerke Deutschlands. Wo wie in Lauf a.d. Pegnitz billige Wasserkraft zur Verfügung stand, konnte frühzeitig eine Stromversorgung aufgebaut werden. So erwarb die Stadt Lauf 1899 zwei Betriebsgebäude an der Pegnitz und richtete dort ihr erstes Elektrizitätswerk ein.

Die heute im Industriemuseum gezeigte Anlage zur Stromerzeugung wurde 1949 eingebaut und bis 1976 betrieben. Bei Vorführungen treibt das Wasserrad über zwei Zahnräder (vor der Wand) und ein Getriebe (Bildmitte) den Generator (ganz rechts). Der Generator erzeugt etwa 10 - 13 kW; damit könnte er bei Dauerbetrieb etwa 25 Haushalte versorgen.
Die frühindustriellen Gewerbe bilden den Übergang zwischen der einfachen Technik des Mittelalters und der fortgeschrittenen Technik der Hochindustrie.
Charakteristisches Merkmal der Frühindustrie im Industriemuseum Lauf sind die mächtigen, unterschlächtigen Wasserräder, welche die Maschinen im Inneren der Gebäude antreiben.
Ein Hammerwerk zeigt die Eisenbearbeitung, eine Getreidemühle die Mehlherstellung und ein E-Werk die Stromerzeugung.

Die Wasserräder am Fluss sind mit Radstuben gegen Vereisung im Winter geschützt.