Wohnen und Leben

Zu fast jedem Betrieb gehörte ein Gesellenwohnhaus mit Wohnungen für die Arbeiter und ihre Familien. Aber auch Werksbesitzer lebten unmittelbar neben ihren Betrieben, je nach Einkommen in schlichten oder in villenähnlichen Häusern.

Wohnen

50ger Jahre Kaffeetisch, Industriemuseum, Lauf/Peg

Nierentisch und Musikschrank – einige werden diese Begriffe noch mit der goldenen Epoche des Wirtschaftswunders in Verbindung bringen. In den 1950er Jahren begann für die Deutschen wieder ein Leben im Luxus. Aber wie lebten die Menschen vor 100 Jahren? Wie wohnte der Fabrikherr?

Wohnküche und Schlafzimmer einer Arbeiterwohnung vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigen die beengten Verhältnisse in den kleinen Häusern der Arbeiterviertel. Als sich ab Ende des 19. Jahrhunderts Lauf zur Industriestadt entwickelte und der Bedarf an Arbeitskräften wuchs, herrschte Wohnungsnot.

Über der Dreherei hat das Industriemuseum als Gegenentwurf zur Wohnsituation der Arbeiter Salon und Speisezimmer eines Fabrikbesitzers nachempfunden. Bis zum Tod des Seniorchefs 1957 lebte die Fabrikbesitzerfamilie Dietz im ersten Stock eines der Fabrikgebäude.

Ab Mitte der 1950er Jahre suchten die Menschen mit dem wachsenden Wohlstand nach einem neuen Lebensstil: Modernität, Eleganz und Humor waren angesagt und sollten sich auch in der Wohnungseinrichtung ausdrücken. Kühlschränke und neue elektrische Geräte hielten EInzug in die Küche. Im Wohnzimmer waren moderne Geräte wie das Radio, der Plattenspieler oder der Fernseher Ausdruck des neu gewonnenen Luxus.
Ab März 2015 ergänzt hier ein neu eröffneter Bereich des Museums die bereits bestehende Dauerausstellung mit ca. 400 Exponaten.

Die 1950er und 1960er Jahre waren auch die Zeit des Kitsch und der bunten Deko. Unter Flaschenpudel oder Rauchverzehrer kann sich heute aber nicht mehr jeder etwas vorstellen.

Als der Tabakkonsum noch allgemein zum guten Ton gehörte gab es viel Nippes rund um das Thema Rauchen, wie diesen Zigarettenspecht oder den bekannten Zigarettenigel.

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