Besucherinfo
ACHTUNG: Winterpause von 11. Januar bis 31. März 2027
Kontakt:
Industriemuseum Lauf
Sichartstraße 5-25
91207 Lauf a. d. Pegnitz
Tel.: 09123 / 184 4060
Mail: info@industriemuseum-lauf.de
Eintrittspreise:
Erwachsene: 8 €
Ermäßigte: 6 €
Familienkarte mini: 8 €
Familienkarte maxi: 16 €
Eintritt für Gruppen pro Person
(ab 10 Personen): 6 €
NEU:
Jahreskarte Erwachsene: 40 €
Jahreskarte Ermäßigte: 30 €
Jahreskarte Familie maxi: 80 €
Die Jahreskarte gilt 365 Tage ab Datum des Kaufs.
Informationen zu Führungen
Ab 10 € Zahlung mit EC-Karte möglich.
Barrierefreiheit:
Die Museumsgebäude stehen unter Denkmalschutz und sind nicht komplett barrierefrei. Mit dem Rollstuhl zugänglich sind Räume der Ventilkegelfabrik Dietz & Pfriem (Gesenkschmiede, Dreherei), die Dampfmaschine sowie die Sonderausstellungsräume. Vor dem Museum befindet sich ein Behindertenparkplatz, im Haus sind zwei barrierefreie Toiletten und ein Aufzug vorhanden.
Öffnungszeiten:
1. April 2026 – 10. Januar 2027
Mittwoch – Sonntag
11:00 – 17:00 Uhr
Letzter Einlass um 16:30 Uhr
Lange Donnerstage am 30.4., 28.5., 25.6., 30.7., 27.8., 24.9., 29.10.2026: bis 20:00 Uhr geöffnet
24./25./31.12. & 1.1. geschlossen
Gruppenführungen und Bildungsangebote können nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden.
Hunde sind im Museum nicht erlaubt. Rücksäcke und Taschen bitte in den vorgesehenen Schließfächern verstauen.
Anfahrt und Parken
Anfahrt mit der Bahn:
Regionalbahn (Bahnhof Lauf rechts der Pegnitz, ca. 5 Minuten Fußweg)
S-Bahn (Bahnhof Lauf links der Pegnitz, ca. 10 Minuten Fußweg)
Anfahrt mit dem Fahrrad:
Das Museum liegt am Fünf-Flüsse-Radweg und ist Station der Radtour Industriegeschichte. Gegenüber dem Museumseingang gibt es Fahrradständer.
Anfahrt mit dem Auto:
Parkplatz an der Nürnberger Straße (ca. 2 Minuten Fußweg)
Infos für Reisebusse:
Busse können bis vor den Museumseingang vorfahren. Geparkt werden kann auf der Heldenwiese (Wiesenstraße 8, ca. 5 min Fahrtzeit).
Essen und Getränke
In der gemütlichen Café-Ecke im Eingangsgebäude befinden sich ein Automat für Heißgetränke (2€ pro Getränk) sowie ein gratis-Wasserspender. Bei schönem Wetter laden die Sitzmöglichkeiten im Garten zum Verweilen ein. Mitgebrachte Speisen und Getränke können hier verzehrt werden.




Rundgang


„Es klappert die Mühle…“ Auch heute vermittelt das Rattern der Roggenmühle einen lebendigen Eindruck von der harten Arbeit des Müllers.
Das Mühlengebäude besteht seit mindestens dem 16. Jahrhundert und vereint einen Steinmahlgang mit einer kompletten Kunstmühle samt Walzenstühlen. Die mit Wasserkraft betriebene Anlage wird bei Vorführungen in Betrieb gesetzt und läuft alljährlich am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag.

Das Hammerwerk Engelhardt zählt zu den letzten erhaltenen seiner Art in Bayern. Die originale Ausstattung stammt aus der Zeit zwischen 1895 und etwa 1955.
Bis zur Stilllegung im Jahr 1973 wurde hier ausschließlich mit Wasserkraft geschmiedet. Das Gebäude wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt, restauriert und bildet die Keimzelle des Laufer Industriemuseums.

Ab etwa 1885 entstanden in Deutschland die ersten Elektrizitätswerke – häufig auf private oder kommunale Initiative.
Auch in Lauf ermöglichte die Lage an der Pegnitz früh den Ausbau der Stromversorgung. Bereits 1899 erwarb die Stadt zwei Gebäude am Fluss und richtete dort ihr erstes Elektrizitätswerk ein.

Die ehemalige Ventilkegelfabrik Dietz & Pfriem vermittelt einen authentischen Einblick in die Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts.
Rohstofflager, Fertigungsräume, Packerei sowie Produkt‑, Wasch‑ und Speiseräume sind weitgehend im Originalzustand erhalten. Der Betrieb wurde 1991 nach rund 80 Jahren eingestellt.

Die ausgestellte Tandem‑Dampfmaschine war von 1903 bis 1985 in der Laufer Holzwarenfabrik Christof Döring im Einsatz. Sie trieb ein Sägegatter sowie Maschinen in Dreherei, Fräserei und Schreinerei an.
Über zwei Generatoren erzeugte sie Strom und nutzte den Abdampf zur Beheizung der Gebäude. Nach dem Umzug der Firma wurde die Maschine 1989 ins Museum überführt und restauriert.
Die Museumsdampfmaschine ist seit dem 13.7.2018 einer von 100 ausgezeichneten und prämierten Heimatschätzen in Bayern.

Technische Daten:
- Typ: Heißdampf-Tandemmaschine mit Zweifachexpansion
- Baujahr: 1902
- Hersteller: Fa. Rockstroh / Marktredwitz
- Gesamtlänge: 7,5 m
- Gesamtgewicht: 23,2 t
- Schwungrad Durchmesser: 3 m
- Maximale Leistung: 370 kW (500 PS)

Wie sah eine Schusterwerkstatt aus? Was stellte ein Flaschner her? Und dass bis vor wenigen Jahrzehnten in Friseursalons strikte Geschlechtertrennung herrschte, ist heute kaum noch bekannt.
Im Industriemuseum werden solche vergessenen Gewerbe in originalgetreuen Inszenierungen lebendig.

Heute nur noch seltenes Mode-Accessoire oder Sonnenschutz im Urlaub: der Hut. Noch in den 1960er Jahren trug beinahe jeder Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger Kopfbedeckung. Zu bestimmten Anlässen finden in der Hut- und Schirmmacherei Vorführungen statt.

Nierentisch und Musikschrank – Statussymbole aus der Zeit des Wirtschaftswunders. In den 1950er Jahren begann nach dem Krieg für die Deutschen wieder ein Leben im Luxus. Eine komplett eingerichtete Wohnung lässt diese Epoche lebendig werden.

Modernität, Eleganz und Humor prägten die Wohnkultur und spiegelten sich auch in der Einrichtung wider. Kühlschränke und neue elektrische Geräte hielten Einzug in die Küche, im Wohnzimmer standen Radio, Fernseher, schönes Geschirr und allerhand Tinnef für den neu gewonnenen Komfort.
Seit März 2015 ergänzt ein eigener Ausstellungsbereich diese Themen mit rund 400 Exponaten aus der Zeit des Wirtschaftswunders.





















