Ich bin Elisabetha Simon, geboren 1863, genannt Elise und stamme aus der Hammerwerks-Familie Engelhardt. Nachfahren der Engelhardts gibt’s heute noch viele in Lauf.
Mein Vater war Eigentümer und Meister eines der Laufer Hammerwerke und hatte eine große Verantwortung. Als zweitälteste Tochter, 1863 geboren, musste ich mich viel mit um meine 7 Geschwister kümmern. Das und die Haus- und Feldarbeit waren schon anstrengend.
So hatte ich bereits viel erlebt, als ich 1881 mit meinen gerade 18 Jahren den Witwer Johann Simon heiratete. Ihm gehörte das Anwesen Marktplatz 12 und damit auch ein Brau- und Schankrecht. Das Haus selbst war noch recht neu. Das alte war 1869 einem Brand zum Opfer gefallen, der vier Häuser in Schutt und Asche legte. Das Haus Nr. 11 wurde gar nicht mehr aufgebaut. Dafür entstand eine neue Zufahrt zum Marktplatz – die heutige Falknerstraße.
Dieser Straße verdanken wir es, dass unser Haus an der Straßenseite ganz viele Fenster erhalten hatte. Normalerweise gab es an den Längsseiten nur kleine Fenster zum Lüften. Nachbarhäuser waren, und sind es heute noch, zum Greifen nah. Kein Tageslicht schafft es in diese Enge.
Unser Familienbetrieb war vielfältig. Wir hatten eine Landwirtschaft und bauten selbst Hopfen an, trockneten ihn auf dem großen Dachboden und verkauften einen Teil weiter. Mein Mann Johann nutzte das Braurecht und wir schenkten in der Gaststube unser Bier aus. Es gab damals noch kein Flaschenbier. Wenn man zu Hause Bier trinken wollte, schickte man meist die Kinder mit einem großen Steinkrug ins nächste Wirtshaus, um das Bier zu holen. Oder die Männer kamen eben gleich zu uns. Da wurde regelmäßig fleißig gezecht, diskutiert und Karten gespielt. Zum Essen ging man aber nach Hause. Unüblich war auch der Besuch von Frauen in der Gaststätte. Die Männer blieben unter sich.
Ich war natürlich schon dort. Irgendjemand musste ja bedienen und organisieren. Da hieß es auch Magd und Knecht anzuschaffen. Ins Haus kamen zusätzlich eine Waschfrau, und die Flickfrau. Kuhstall, Schweine- und Pferdestall, die Hühner, der Gemüsegarten und Feldarbeit musste eingeteilt werden. Und natürlich im Winter immer wieder der Brauprozess. Hatte es länger stark gefroren, stapften alle zum Kunigundenweiher zum Eishauen. Das lagerten wir mit dem Bier in unseren Felsenkellern.
Dann starb 1904 überraschend mein Mann und ich stand allein da, mit 41 Jahren und 8 Kindern. Also krempelte ich die Ärmel hoch. Ich verkaufte den Hopfenanbau und -Handel und konzentrierte mich aufs Bier und die Gaststätte. Das Brau- und Schankrecht gehörte zum Haus und blieb mir somit erhalten.
Wenn wir heute zurückblicken, war es eine gute Entscheidung. Trotz zweier Weltkriege, Inflation und Währungsreform, Besatzungszeit, Zuwanderung und Einquartierung ist das Anwesen Marktplatz 12 heute noch Familieneigentum. Simon-Bier gibt es heute noch. Und wenn ihr eines trinkt, denkt gerne an mich mit der Überlegung: „Wenn die Elise damals nicht ihre „Frau“ gestanden hätte, gäbe es heute kein Simon-Bier mehr.“
Willkommen in den 1950er-Jahren! In einer historischen Wohnung entdecken wir, wie die Menschen in der Zeit des Wirtschaftswunders lebten. Musik vom Plattenspieler, spannende Alltagsgegenstände und die Möglichkeit, Kleidung der damaligen Zeit anzuprobieren, machen die Reise in die Vergangenheit zu einem besonderen Erlebnis. Verkleidungsaktion April bis Dezember Fragen & Antworten zur Buchung Kindergeburtstag ab 8 Jahren…
buchbar von Februar bis April Alles wartet auf den Frühling. Wir sprechen über die Jahreszeiten und erkunden, was sich im Museumsgarten schon rührt. Gemeinsam lernen wir verschiedene Traditionen kennen. Was hat es mit den Hasen und Eiern auf sich? Nach dem Hören, Sehen und Verstehen geht es ans Machen. Fragen & Antworten zur Buchung Vorschule…
buchbar von November bis 6. Januar Vorschule / Schule / Hort Vorschule, 1.-4. Klasse, Hort Dauer: 120 Minuten optimal: 15 Personen(+ zwei kostenfreie Begleitpersonen) Kosten: 30€ zzgl. 3€ je Person Lehrplanbezug:GS HSU 1/2 4; HSU 3/4 1.1 Kindergeburtstag ab 5 Jahren Dauer: 150 Minuten maximal 12 Kinder(+ zwei erwachsene Begleitpersonen) Kosten: 120€
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Als außerschulischer Lernort bieten wir individuell abgestimmte Projekttage zu verschiedenen Themen an.
• Elektrizität und Mechanik • Nachhaltigkeit • Leben und Arbeiten • Technik und Innovation
Beispiel für einen Projekttag
Kombinieren Sie das Thema Erfindungen mit Workshops zu Elektrizität, Mechanik, Dampf- oder Wasserkraft. In Kleingruppen absolvieren die Schülerinnen und Schüler verschiedene Programme. Rallyes zum eigenständigen Erkunden lockern den Tag auf und stärken die Eigeninitiative.
Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne.
Der Museumsgarten mit angrenzendem Wasserspielplatz eignet sich ideal für kleine und größere Pausen.
Das Museum liegt in Gehweite zweier Bahnhöfe (Regionalbahn und S-Bahn). Busse können bis zum Museumseingang vorfahren. Busstellplätze sind ca. 5 Fahrminuten entfernt.
Wie kann ich buchen? Buchen können Sie bei uns telefonisch unter 09123 / 184 4065 oder per Mail an bildung@industriemuseum-lauf.de. Wenn Sie Ihren Wunschtermin, die Uhrzeit und evtl. einen Alternativtermin schon geplant haben, wäre das toll. Wir helfen aber auch gerne dabei, einen Termin oder ein Thema zu finden.
Was tun, wenn wir den Termin verschieben müssen? Sollten Sie einen gebuchten Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, uns umgehend zu informieren. Zusammen finden wir sicher einen Alternativtermin. Erfolgt die Absage erst am Veranstaltungstag, fällt eine Stornogebühr von 30 € an.
Was tun, wenn sich unsere Gruppe verspätet? Wenn mal was dazwischenkommt und sich eine Verspätung abzeichnet, informieren Sie uns bitte so schnell wie möglich. Unsere Guides warten bis zu 30 Minuten auf verspätete Gruppen. Selbst im Fall einer Verspätung sind wir bemüht, Ihr Programm – gegeben falls verkürzt – noch durchzuführen.
Wie können wir bezahlen? Bezahlen können Sie Führungen, Geburtstagsfeiern und Workshops bar an der Museumskasse. Zu den regulären Öffnungszeiten ist EC-Kartenzahlung möglich. Auf Wunsch stellen wir Ihnen das Programm auch gerne in Rechnung.
Finden die Vorführungen (Mühle, Dampfmaschine u.ä.) gesichert statt? Die Vorführungen historischer Technik sind aus konservatorischen Gründen witterungsabhängig. Bei Frost oder Hochwasser können keine Vorführungen stattfinden.
Wer hat die Aufsichtspflicht? Die Aufsichtspflicht verbleibt während des Museumsbesuchs bei den erwachsenen Begleitpersonen. Wird die Gruppe geteilt, so benötigt jede Teilgruppe eine Aufsichtsperson.
Wie läuft ein Kindergeburtstag ab? Eine halbe Stunde ist für Essen, Trinken und Feiern geplant. Die übrige Zeit (120 min) widmen wir uns dem gewählten Thema, begeben uns auf Entdeckungstour durch das Museum und werden bei der gebuchten Mitmach-Aktion aktiv.
Dürfen wir Geburtstagskuchen und Getränke mitbringen? Ja, sehr gerne. Das Geschirr (inkl. Reinigung) stellt das Museum. Bitte beachten Sie, dass Kerzen nicht gestattet sind.
Kann ich Müll nach dem Kindergeburtstag entsorgen? Wir bitten Sie, Abfälle wie Kartons, Verpackungen oder Geschenkpapier wieder mitzunehmen. Speisereste können selbstverständlich im Museum entsorgt werden.
Mittwoch bis Sonntag, 11:00 bis 17:00 Uhr Einlass bis 16:30 Uhr Geschlossen am 1.1., 24.12., 25.12., 31.12.
Führungen sowie Aktionen für Kindergärten, Horte und Schulen wie auch Kindergeburtstage sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.
Bei Sonderveranstaltungen können abweichende Öffnungszeiten gelten.